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Presseberichte zur Trauerfeier am 10.05.2016:
 
Süddeutsche Zeitung

Münchner Merkur tz Abendzeitung

Zum Tod von Georg Kronawitter sind in der Münchner Presse eine Reihe von Artikeln erschienen. Hier eine aktuelle Auswahl:
 
Süddeutsche Zeitung Münchner Merkur tz Abendzeitung
 

Georg Kronawitter ist 80!


Zahlreiche Medien berichteten zum 80. Geburtstag über Georg Kronawitter:

Willi Bock schreibt in der Abendzeitung vom 19. April 2008:

Der Alt-Oberbürgermeister wird am Montag 80. Der Kampf als Lebenselixier des Querdenkers. 80 Fakten und Anekdoten aus dem spannenden Leben

MÜNCHEN Er lacht und der Schalk blitzt aus seinen Augen. "Man muss aus Niederlagen Siege machen!" Keiner weiss das besser als er: Denn Alt-Oberbürgermeister Georg Kronawitter, der am Montag, 21. April, 80 Jahre alt wird, musste ein Leben lang kämpfen. Schon als Bub auf einem kleinen Bauernhof in dem Sieben-Häuser-Dorf Oberthann bei Pfaffenhofen, gegen die eigene SPD und bei seinen legendären Männerfehden.

Nach allen Niederlagen stand er wieder auf. Auch nach den Erniedrigungen der eigenen Partei und als er 1978 nicht mehr als OB kandidieren durfte. "Das Wichtigste war damals, dass ich nicht resigniert habe, sondern mich sofort auf den mühsamen Weg in die Ortsvereine gemacht und gekämpft habe. Sonst hätte ich das Amt für die SPD 1984 nie wiedergewinnen können." Und: "Ich bin aufrecht durch München gegangen."

Welchen Rat gibt der alte Fuchs heute den Jungpolitikern? "Erstens muss man beruflich abgesichert sein, um nicht auf die Partei angewiesen zu sein. Zweitens muss man immer besser informiert sein als die Konkurrenz. Drittens muss man glaubwürdig sein. Das ist das Wichtigste. Wer die Glaubwürdigkeit verliert, der verliert auch die Erfolgsfähigkeit."

Und was ist wichtig? "Ein Spitzenpolitiker muss abwägen können: Was ist zentral und was ist nebensächlich? Aber das Wesentliche ist nicht immer das Grösste! Oft sind die kleinen Dinge die wichtigeren Symbole." In seiner Amtszeit war das beispielsweise die Rettung der Schwabinger Seidlvilla vor dem Abriss oder das "Millionending", als er 1978 eine Million Mark für Spielplätze und Grünanlagen bekam. "Ich habe gezeigt: Jetzt ist die Zeit der grossen Umwälzungen vorbei, jetzt kommt die Wende zu mehr Lebensqualität." Vor allem empfiehlt er, die Kritik von Lobbyisten nicht zu fürchten: "Das hat mir bei den Bürgern einen guten Stand gegeben."

Zum 80. des Alt-OB listet die AZ 80 Fakten und Anekdoten aus dem spannenden Leben des mutigen Einzelkämpfers auf: von ihm selbst erzählt, aus Berichten von Weggefährten, aus zahlreichen Protokollen und Erlebnissen und aus seinen Büchern. wbo

mit freundlicher Genehmigung der Abendzeitung und Willi Bock

Die vollständige Doppelseite in der AZ können Sie hier als PDF nachlesen und herunterladen: azmvom20080419seite44.pdf [228 KB]



Bequem war er nie!

Uli Bachmeier schreibt in der Augsburger Allgemeinen vom 21. April 2008:

Bequem war er nie

München Bequem war er nie. Den linken Genossen in seiner SPD hat er sich nie gebeugt - auch wenn er in der Partei schmerzhafte Niederlagen einzustecken hatte. Gegenüber der CSU-Staatsregierung hat er nie klein beigegeben - auch wenn er im Landtag und später als Münchner Oberbürgermeister (von 1972 bis 1978 und 1984 bis 1993) auf Landesebene nicht viel durchsetzen konnte. Auch sich selbst hat er bis vor einiger Zeit nur wenig Ruhe gegönnt.

Vor zehn Jahren, zu seinem 70. Geburtstag, hat Georg (Schorsch) Kronawitter über das Ende seiner politischen Laufbahn gesagt: "Irgendwann reicht es einfach." Doch dann wollte sein Freund und Wunschnachfolger Christian Ude - als Münchner OB heute so populär wie seine SPD-Vorgänger Kronawitter und Hans-Jochen Vogel - Hochhäuser genehmigen, die dem Schorsch allzu hoch in den Himmel ragten. Kronawitter organisierte den Widerstand, brachte einen Bürgerentscheid in Gang und gewann.

Heute feiert "der rote Schorsch" seinen 80. Geburtstag - und er redet, wie vor zehn Jahren, über die Vorzüge des Ruhestands: "Ich bin nicht mehr der Sklave, sondern der Herr meines Terminkalenders. Ich mache es mir jetzt schon ein bisschen leichter. Ich freue mich, dass es mir persönlich und gesundheitlich gut geht. Das ist mit 80 keine Selbstverständlichkeit."

Doch ganz losgelassen hat ihn die Politik immer noch nicht. Kronawitter, der in seiner aktiven Zeit in München als "der Größte für die kleinen Leute" gefeiert wurde, kann auch heute noch leidenschaftlich streiten. "Was mir jetzt noch ein Anliegen ist, das ist die ungerechte Vermögensverteilung. Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher. So kann es nicht weitergehen", sagt Kronawitter. In der SPD setzt er sich deshalb "vehement" für die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer ein. "Ein Prozent, das ist doch kein Problem. Das wäre eine Möglichkeit, die Armut zu bekämpfen", sagt der SPD-Politiker. Heute Abend wird er mal wieder im Rampenlicht stehen - bei seiner eigenen Geburtstagsfeier.

mit freundlicher Genehmigung der Augsburger Allgemeinen


Der "rote Schorsch im Talk"

 


Bayern 2 sprach mit Georg Kronawitter kurz vor seinem 80. Geburtstag. In der Reihe "Eins zu Eins. Der Talk" sprach Stephanie Heinzeller mit ihm:

Der "rote Schorsch" im Talk

Eine Skyline wie in Frankfurt wollte er nicht in München entstehen lassen. München hat für den Alt-Oberbürgermeister ein anderes Gesicht, das durch Hochhäuser nicht verschönert wird.

Es war ihm nicht in die Wiege gelegt, dass Georg Kronawitter, dereinst als Münchner Oberbürgermeister, die Eröffnung der Olympischen Spiele feiern wird. Geboren in Oberthann im Landkreis Pfaffenhofen, wuchs er als Sohn eines Landwirts in klein-bäuerlichen Verhältnissen auf. Nach einer Bäckerlehre ließ er sich zum Volksschullehrer ausbilden.
Niedrige Hochhäuser

Seine eigentliche Berufung war aber eine andere: Dort konnte er auch seinen Jugendtraum, Missionar zu werden, ausleben: Georg Kronawitter ging zur SPD, wo er bald als der "rote Schorsch" bekannt war. In "Eins zu Eins. Der Talk" spricht er mit Stephanie Heinzeller aber auch über seine Vorliebe für niedrige Hochhäuser. Und über sein Alter: Denn am Montag feiert Georg Kronawitter seinen 80. Geburtstag.

mit freundlicher Genehmigung des Bayerischen Rundfunks



Süddeutsche Zeitung: "Ich habe nie resigniert"


Die Süddeutsche Zeitung, Jan Bielicki, sprach zum 80. Geburtstag von Georg Kronawitter mit dem Jubilar und seiner Ehefrau, der SPD-Landtagsabgeordneten Hildegard Kronawitter.

 

 
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